Messbare Nachhaltigkeit: Wie Unternehmen mit Indikatoren ihre Zukunft sichern
Nachhaltigkeitsindikatoren
Bei „Nachhaltigkeitsindikatoren“ denkt man nicht unbedingt daran, dass es für produzierende Unternehmen zu Vorteilen führen könnte, oder sogar für jeden einzelnen Mitarbeiter. Das tut es aber beides. Wenn wir ehrlich sind, klingt es erst mal nach Arbeit und Ausgaben. Aber eigentlich helfen diese Indikatoren Unternehmen nicht nur nachhaltiger zu sein, sondern auch ihre Zukunft zu sichern.
Was sind Nachhaltigkeitsindikatoren?
Vielleicht zuerst zur Definition: Was sind Nachhaltigkeitsindikatoren eigentlich? Es sind messbare Größen, die Aufschluss über die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungen eines Unternehmens geben. Die drei genannten Säulen sind ökologische, soziale und wirtschaftliche Indikatoren. Ökologische Indikatoren messen die Umweltauswirkungen eines Unternehmens wie z.B. Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfall- und Ausschussaufkommen, oder CO2 Emissionen. Unter soziale Indikatoren zählt das Engagement des Unternehmens wie z.B. Arbeitsbedingungen, Mitarbeiterzufriedenheit, Chancengleichheit, Vielfalt oder auch Menschrechte. Zu den wirtschaftlichen Indikatoren gehören Ressourceneffizienz, Innovationsrate, Rentabilität, oder Lieferkettenstandards.
Wenn man sich diese ganzen Faktoren anschaut, kann man leicht erkennen welche Vorteile sich hieraus ergeben. Als Unternehmen muss man z.B. Kunden, Investoren und Mitarbeitern gegenüber Transparenz schaffen und ev. Rechenschaft leisten. Durch eine gute Faktenlage kann man außerdem Verbesserungspotenziale, aber auch Risiken identifizieren und Kosten einsparen. Wenn man alle diese Faktoren umsetzt, sichert man sich die Zukunft!
Wie kann ein Unternehmen Nachhaltigkeitsindikatoren für sich nutzen?
Schauen wir uns das doch noch einmal genauer an! Wenn man Nachhaltigkeitsindikatoren in seinem Unternehmen berücksichtigen und nutzen möchte, muss man zuerst einmal seine Ziele definieren und sich überlegen, welche Indikatoren, denn für das eigenen Unternehmen hilfreich sind – nicht alle sind für jedes Unternehmen sinnvoll. Im nächsten Schritt werden dann Daten erfasst und analysiert.
Das geht besonders gut mit einer Produktionssoftware. Diese erfasst automatisch eine Vielzahl von Daten der Produktion, speichert sie zentral und hilft sie zu analysieren. Das wären z.B. Energieverbrauch, Materialverbrauch, Ausschuss und Abfallaufkommen, Produktionszeiten, Maschinenauslastungen aber auch Ausfälle.
Durch Echtzeit-Überwachung der Produktion erkennt man frühzeitig, wenn man sich von Plänen und Zielen entfernt und kann einschreiten und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Wie hilft Software dabei?
Die erfassten Daten können mit Hilfe der Software analysiert werden. Sie bieten einen Überblick über die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens. Diese Übersicht kann man intern nutzen, um z.B. Verbesserungspotenziale zu identifizieren, oder man nutzt sie, um extern z.B. Nachhaltigkeitsberichte zu veröffentlichen.
Durch die Analyse der Produktionsdaten kann das Unternehmen seine Prozesse auf Effizienz prüfen und optimieren. So kann der Verbrauch von Energie, Wasser und Material reduziert werden. Außerdem kann so ein Blick auf Abfall- und Ausschussaufkommen geworfen werden, um diese zu vermeiden, zu reduzieren, oder recyclen zu können. Man könnte mit Hilfe der Software allerdings auch versuchen die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft umzusetzen, indem man z.B. die Widerverwendung von Materialien fördert.
Durch Gesetze wie das Lieferkettengesetzt, oder den digitalen Produktpass müssen auch immer mehr Unternehmen eine durchgängige Information über ihre Produkte und Produktion haben. Hierbei kann man durch die Datenerhebung und Analyse die Nachhaltigkeitsleistungen ihrer Produktion, aber auch ihrer Lieferanten dokumentieren, bewerten und verbessern.
Produktionsplanungssoftware
Es gibt nicht nur MES, oder ERP-Systeme, sondern auch Produktionsplanungssoftware wie FEKOR die Unternehmen bei der Nachhaltigkeit unterstützen können! So kann man die Produktionsplanung so gestalten, dass Nachhaltigkeitsindikatoren wie z.B. die Optimierung zu nachhaltigen Materialien, oder von anderen Faktoren berücksichtig werden. Man kann mit Hilfe einer guten Software auch mögliche Produktionsszenarien simulieren und die Auswirkungen auf Nachhaltigkeit analysieren. So können fundierte Entscheidungen getroffen werden. Eine Säule der Nachhaltigkeit ist auch die der sozialen Indikatoren. Mithilfe von Planungssoftware kann man langfristig die Mitarbeiterzufriedenheit steigern, da die Arbeitsabläufe sauberer fließen und eine langfristige Produktionsplanung auch eine langfristige Personalplanung ermöglicht.
Standards und Zertifizierung
Um zu zeigen, dass man in Sachen Nachhaltigkeit gut aufgestellt ist, kann man sich auch Zertifizieren lassen oder sich generell an Standards orientieren bei der Umsetzung der eigenen Pläne. Hierbei ist zu beachten, dass es viele regionale Unterschiede gibt. Es gibt verschiedene Nachhaltigkeitszertifizierungen wie z.B. ISO 14001 für Umweltmanagement oder die UN Sustainable Development Goals, die Unternehmen bei der Implementierung unterstützen können.
Transparenz und Kommunikation
Tue Gutes und Rede davon! Nicht nur gibt es Zertifizierungen, die mit Hilfe der genannten Schritte einfacher erreicht werden können, man kann auch die Daten und Analysen nutzen um Stakeholder wie Kunden, Mitarbeiter, oder Investoren in Bezug auf Nachhaltigkeit transparent zu informieren. Dies kann man z.B. mit Nachhaltigkeitsberichten tun. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass man Greenwashing vermeidet. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Maßnahmen auch wirklich die gewünschten Auswirkungen haben und nicht reines Marketing sind!
Wie sichert man die Zukunft seiner Produktion?
Zusammenfassend kann man an vielen Punkten in der Produktion auf Nachhaltigkeitsindikatoren achten und erhält einen großen Mehrwert für die gesamte Produktion! Das Wichtigste ist das Sammeln und Analysieren der Daten, nachdem man vorher seine Ziele gesetzt hat. Mithilfe von Software können die meisten dieser Ziele erreicht werden und sie haben oft eine positive Wechselwirkung auf andere Bereiche. Eine moderne Produktionssoftware ist dabei ein wertvolles Werkzeug für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistung verbessern und ihre Fortschritte bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsindikatoren messen und kommunizieren möchten. Durch die Erfassung und Analyse von Daten, die Optimierung von Prozessen und die Unterstützung der Planung und Simulation kann die Software Unternehmen dabei unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten.
Die Nachhaltigkeitsanforderungen oder Regularien können sich aber auch mit der Zeit wandeln bzw. je nach Land oder Region variieren. Dadurch müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie die relevanten Vorgaben auch einhalten.
Nachhaltigkeitsindikatoren können Unternehmen wichtige und wertvolle Einblicke in ökologischer, soziologischer und wirtschaftlicher Hinsicht bieten. Dadurch und durch die aktive Analyse und Verbesserung können Unternehmen nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft und Umwelt ausüben.
